Nachfolgend sind Anpassungsstrategien , Strategiepapiere, Konzepte und Studien aufgelistet, die in Europa, Deutschland und den deutschen Bundesländern veröffentlicht wurden. Da noch nicht für alle Bundesländern konkrete Anpassungsstrategien vorliegen, jedoch bereits Klimaschutzkonzepte entwickelt worden sind, werden auch die Strategien genannt, die sich vornehmlich mit Klimaschutz befassen. In vielen dieser Konzepte wird die notwendige Anpassung an den Klimawandel zumindest angesprochen oder auch schon erste Ansätze formuliert.
EU-Weißbuch zum Klimawandel: Nach dem Grünbuch aus dem Jahr 2007 hat die EU-Kommission im April 2009 das Weißbuch „Anpassung an den Klimawandel: Ein europäischer Aktionsrahmen“ (KOM/2009/0147 endg.) herausgegeben. Das Weißbuch sowie Hintergrundinformationen zur Klima- und Klimaanpassungspolitik auf europäischer Ebene sind unter dem oben genannten Link verfügbar.
Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel: Die im Dezember 2008 vom Bundeskabinett beschlossene Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel schafft einen Rahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Deutschland.
Baden-Württemberg: Der 2005 veröffentlichte Bericht "Klimawandel - Auswirkungen, Risiken, Anpassung. Analyse spezifischer Verwundbarkeiten und Handlungsoptionen im Land Baden-Württemberg" stellt die Auswirkungen des Klimawandels in Baden-Württemberg und die Vulnerabilität der einzelnen Sektoren dar. Aus umfangreichen Analysen werden Erfordernisse zur Anpassung abgeleitet.
Bayern: Das „Klimaprogramm Bayern 2020“ ergänzt die Maßnahmen von EU und Bund auf Länderebene. Die Klimafolgen werden dargestellt und mögliche Anpassungsmaßnahmen vorgestellt. Das Ziel ist die Reduzierung der Treibhausgase , die Anpassung an Auswirkungen des Klimawandels und die Schaffung einer grundlegenden Datenbasis für die Entwicklung weiterer strategischer Maßnahmen.
Berlin: Das Landesenergieprogramm (LEP) 2006-2010 wurde am 18. Juni 2006 vom Berliner Senat beschlossen. Es ist das aktuelle Klimaschutzprogramm Berlins und enthält Ziele und Maßnahmen zur Einsparung von Energie, zur Umweltentlastung und zur nachhaltigen Entwicklung bei den Energieträgern.
Brandenburg: Der PIK-Report No. 83 “Studie zur klimatischen Entwicklung im Land Brandenburg bis 2055 und deren Auswirkungen auf den Wasserhaushalt, die Forst- und Landwirtschaft sowie die Ableitung erster Perpektiven” untersucht die Klimafolgen für die Umwelt, die Land- und Forstwirtschaft Brandenburgs und zeigt Anpassungsmöglichkeiten auf.
Bremen: Das Klimaschutzkonzept Bremen setzt sich mit den verkehrsbedingten Kohlenstoffdioxid-Emissionen auseinander und untersucht die Veränderungen der Emissionen zwischen den Jahren 2005 und 2010.
Hamburg: Hamburgs Aktivitäten im Klimaschutz werden weiter ausgebaut. Zu diesem Zweck hat der Senat das Hamburger Klimaschutzkonzept im Dezember 2009 erneut weiterentwickelt bzw. fortgeschrieben. Es besteht aus rund 360 Einzelprojekten, den Rahmenbedingungen, Handlungsfelder und Instrumente von 2007 bis 2012.
Hessen: Der 2007 veröffentlichte Aktionsplan Klimaschutz stellt für die Hessische Landesregierung ein hilfreiches Instrument zur regionalen Anpassung an die Folgen des Klimawandels und zur Reduktion der CO2-Emissionen dar. Der Aktionsplan fasst die kurz- und mittelfristigen Forschungsschwerpunkte und –programme zusammen. Die Grundlage für den Aktionsplan war das Klimaschutzkonzept Hessen 2012, welches Maßnahmen für den Klimaschutz auf der Landesebene benennt. Des Weiteren wurde das Integrierte Klimaschutzprogramm 2012, Hessen (INKLIM) aufgestellt. Es sichert die fachlichen Grundlagen bis 2012 und enthält Handlungsansätze zur Reduktion der Treibhausgasemissionen. Das Integrierte Klimaschutzprogramm bildet die wissenschaftliche Basis für das hessische Klimaschutzkonzept.
Mecklenburg-Vorpommern: Die Landesregierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern veröffentlichte 1997 erstmals ein Klimaschutzkonzept und etablierte zeitlgeich die Förderrichtlinie Klimaschutz. Die Förderrichtlinie wird stetig aktualisiert und fortgeschrieben. Die erste Fortschreibung im Jahr 2005 mündete in einen Aktionsplan Klimaschutz der nun bereits in der dritten Fortschreibung vorliegt. Der Aktionsplan Klimaschutz Mecklenburg-Vorpommern 2010 stellt ein dynamisches Instrument dar, welches Projekte auf regionaler, kommunaler und privatwirtschaftlicher Ebene anregen, erfassen und publizieren soll.
Niedersachsen: Das 2009 vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz herausgegebene Strukturpapier "Der Klimawandel als Herausforderung für Staat und Gesellschaft" soll die zu erwartenden Folgen in Niedersachsen und die Möglichkeiten einer Anpassungsstrategie aufzeigen. Im Juni 2010 wurden der Landesregierung die "Hanse-Thesen" überreicht, die Anstöße zur weiteren Arbeit, insbesondere für die Formulierung eines umfassenden Klimaprogrammes der Landesregierung im Jahr 2012 geben sollen.
Nordrhein-Westfalen: Mit der vorliegenden Strategie zur Anpassung an den Klimawandel bietet die Landesregierung den Akteuren in Wirtschaft, Gesellschaft und öffentlichen Einrichtungen spezifische Informationen im Sinne einer Gemeinwohlvorsorge. Frühzeitiges Handeln ist jedoch nicht nur unter Vorsorgegesichtspunkten gegenüber Mensch und Natur sinnvoll und notwendig, sondern lohnt sich auch aus betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Gründen.
Rheinland-Pfalz: Der 2007 erschienene Klimabericht stellt den Klimawandel und die Auswirkungen in Rheinland-Pfalz dar. Des Weiteren werden die konkreten Folgen auf spezifische Sektoren erläutert und Anpassungsoptionen formuliert.
Sachsen: Der Bericht "Klimawandel in Sachsen. Sachstand und Ausblick 2005" gibt einen Überblick über die Entwicklung des Klimas in Sachsen und die Auswirkungen auf betroffene Sektoren. Zusätzlich werden Handlungsoptionen für eine Anpassung vorgestellt.
Sachsen-Anhalt: Der Zwischenbericht der ressort- und fachübergreifenden Arbeitsgruppe „Klimawandel in Sachsen-Anhalt“ erläutert die Klimaprojektionen für das Bundesland Sachsen-Anhalt. Die Arbeitsgruppe stellt in dem Papier abgeschlossene und laufende Projekte zum Thema vor, zeigt den Handlungsbedarf auf und gibt Handlungsoptionen. Die vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Sachsen-Anhalt in Auftrag gegebene Studie des PIK "Klimawandel in Sachsen-Anhalt - Verletzlichkeiten gegenüber den Folgen des Klimawandels" ist bestrebt, die Wissensbasis hinsichtlich der Verletzlichkeiten spezifischer Sektoren in Sachsen-Anhalt gegenüber den Folgen des Klimawandels zu verbreitern.
Saarland: Das Saarländische Klimaschutzkonzept 2008-2013 - Klima schützen - die Klimafolgen bewältigen. Das Klimaschutzkonzept der saarländischen Landesregierung knüpft an die Gestaltungsmöglichkeiten an, die das Saarland als Bundesland im föderalen System der Bundesrepublik Deutschland hat. Das Saarland unterstüzt die Bundesregierung grundsätzlich in ihrem Ziel, die nationalen Treibhausgasemissionen bis 2020, bezogen auf das Basisjahr 1990, um 40 Prozent zu reduzieren.
Schleswig-Holstein: Das Klimaschutzprogramm 2009 der Landesregierung umfasst den politischen Rahmen der Klimaschutzpolitik und Anpassung an den Klimawandel, Ziele, Prognosen und Indikatoren der Klimaschutz- und Energiepolitik sowie die einzelnen Handlungsfelder des Klimaschutzes.
Thüringen: Das Thüringer Klima- und Anpassungsprogramm zeigt den Klimawandel und seine Folgen global, national und regional für Thüringen auf. Darüber hinaus enthält es Anpassungsoptionen für verschiedene Sektoren u.a. aus der Raumordnung und Landesplanung.